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Ein Referat über : Jean-Jacques Rousseau

Jean-Jacques Rousseau

* 28. 6. 1712 Genf

2. Juli 1778 in Ermenoville bei Paris


  • Schriftsteller, Philosoph, Pädagoge, Naturforscher, Kulturkritiker und Komponist

  • gehörte zum Kreis der Enzyklopädisten

  • aufgewachsen in einer kalvinistischen Familie; sein Vater ist ein Uhrmacher und seine Mutter, ein Mädchen von Pastor.

  •  1724-1725: Rousseau ist in Lehre in Genf, zuerst bei einem Justizbeamter, dann bei einem Stecher Abel Ducommun gestellt

  • 1740: Rousseau wird ein Erzieher, er erwirbt die Erfahrung für " den Emile"

  • 1743-1744: Rousseau verläßt Paris, um ein Legationsrat in Venedig zu werden.

  • 1746: Rousseau wird erneut ein Erzieher.

  • 1754: Rousseau verläßt die katholische Religion und nimmt seine protestantische Religion zurück.

Rousseaus Philosophie

Menschenbild



Naturzustand des Menschen

Wie die meisten Politikwissenschaftler geht auch Rousseau vom Naturzustand des Menschen aus und seine Lehren finden hier ihren Ursprung. In den frühen Formen des Menschendaseins gab es keine Sprache und keine Gesellschaft. Die Menschen waren alle gleich. Die natürliche Güte war ein Merkmal des frühen Menschenbildes. Alle Menschen lebten frei, glücklich, gut und gesund. Da sie alles selber herstellten, bedurften sie keiner Hilfe von anderen und können so als selbstständig angesehen werden. Allgemein lebten sie ein Leben in absoluter Selbstgenügsamkeit und Selbstständigkeit.

Umwandlung des Naturzustandes

Durch die Entstehung der Sprache kommt es zur Vergesellschaftung der Menschen. Die einsetzende Arbeitsteilung im Handwerk, Handel und der Landwirtschaft beendet den Naturzustand. Es entwickeln sich dadurch Unterschiede im Besitz und Reichtum und dadurch auch Differenzen in Macht und Recht. Weniger Menschen haben mehr Besitz und damit Einfluß auf eine riesige Menschenmenge, die mit wenig Mitteln ausgestattet ist. Als Folge dessen tritt eine Ungleichheit zwischen den Menschen auf. Es bilden sich Elend und Sklaverei heraus.


Ziel der Theorie Rousseaus

Das Ziel der Theorie Rousseaus war es, die gewordene Ungleichheit der Menschen durch einen Zustand der gesellschaftlichen Gleichheit zu ersetzen. Rousseaus Intention ist darauf gerichtet, dem Individium als Teil der Gemeinschaft eine echte neue politische Freiheit zu geben und es an allen Aktivitäten des Gemeinwillens mitwirken zu lassen. Dies sollte, nach der Meinung Rousseaus, in permanenter Aktivität und zu jeder Zeit erfolgen.


Begriff "Staat" für Rousseau

Rousseau unterscheidet zunächst zwischen den gesellschaftlichen Institutionen Staat und Familie. Ein Staat begründet sich auf freien Vereinbahrungen. Ein, von der Volksversammlung ermittelter volente generale (Gemeinwille) gilt als letzte Entscheidung über das Gemeinwohl. Der Staat erhält die Aufgabe, seine Staatsbürger zu Tugend in Übereinstimmung zum Gemeinwillen zu erziehen. Dadurch entsteht eine politische Pädagogik, die die natürliche Eigenliebe der Menschen in eine Liebe umwandelt, die dem Gesamtwillen der Gemeinschaft entspricht.


Der Gesellschaftsvertrag (contract sociale)

Der Gesellschaftsvertrag sollte durch die Menschen freiwillig eingegangen werden. Dieser Vertrag sichert den Menschen anstatt des Naturzustandes einen Zustand einer staatlichen Existenz. Indem die Menschen diesen Vertrag eingehen, begründen sie auch gleichzeitig den Staat als politischen Körper. Die Menschen verzichten auf ihr Naturrecht und auf die Selbstbehauptung, gewinnen aber die Wahrung ihrer Freiheit und ihres Eigentums durch den Staat. Der Verzicht und die Freiheit müssen so zusammenfallen, daß der neu gebildete politische Körper ein "Gemeinschafts-Ich" darstellt mit dem Ausdruck des Gesamtwillen des Ganzen. Jeder Mensch muß als Staatsbürger am Gesamtwillen teilhaben und seine Einzelinteressen und das Streben danach in den Hintergrund stellen. Das "Gemeinschafts-Ich" des politischen Körpers darf den Widerstand der Einzelinteressen durch Zwang brechen. Das heißt, man kann die Menschen zur Freiheit zwingen. Rousseau meint, die Effektivität des politischen Körpers ist dann am größten, je mehr der Einzelne auf die Mitwirkung aller anderen angewiesen ist. Ein nach diesem Prinzip zum Staatsbürger gewordener Mensch ist Untertan und Souverän in einer Person.



Gewaltenteilung bei Rousseau

Damit das Gemeinschafts-Ich alle Ziele und Maßnahmen verwirklichen kann, legt Rousseau Exekutive und Legislative in die Hände des Volkes. Eine Gewaltenteilung findet bei Rousseau nicht statt, weil der Wille unteilbar und undelegierbar ist. Rousseau räumt allerdings ein, daß es möglich ist, die Exekutive an einen Monarchen oder einen Magistrat zu übertragen. Eine Staatsform wie Demokratie kommt für Rousseau nicht in Frage, da dies eine Staatsform nur für Götter ist. Damit wird es möglich, daß Entschlüsse auch von Einzelnen oder von Minderheiten getroffen werden können. Rousseau lehnt darüber hinaus sämtliche repräsentative Organe und intermediäre Instanzen ab und damit verbunden wird eine Parteienbildung oder sonstige Gründung von politischen Vereinigungen ausgeschlossen.


Naturzustand des Menschen

Wie die meisten Politikwissenschaftler geht auch Rousseau vom Naturzustand des Menschen aus und seine Lehren finden hier ihren Ursprung. In den frühen Formen des Menschendaseins gab es keine Sprache und keine Gesellschaft. Die Menschen waren alle gleich. Die natürliche Güte war ein Merkmal des frühen Menschenbildes. Alle Menschen lebten frei, glücklich, gut und gesund. Da sie alles selber herstellten, bedurften sie keiner Hilfe von anderen und können so als selbstständig angesehen werden. Allgemein lebten sie ein Leben in absoluter Selbstgenügsamkeit und Selbstständigkeit.


Umwandlung des Naturzustandes

Durch die Entstehung der Sprache kommt es zur Vergesellschaftung der Menschen. Die einsetzende Arbeitsteilung im Handwerk, Handel und der Landwirtschaft beendet den Naturzustand. Es entwickeln sich dadurch Unterschiede im Besitz und Reichtum und dadurch auch Differenzen in Macht und Recht. Weniger Menschen haben mehr Besitz und damit Einfluß auf eine riesige Menschenmenge, die mit wenig Mitteln ausgestattet ist. Als Folge dessen tritt eine Ungleichheit zwischen den Menschen auf. Es bilden sich Elend und Sklaverei heraus.


Ziel der Theorie Rousseaus

Das Ziel der Theorie Rousseaus war es, die gewordene Ungleichheit der Menschen durch einen Zustand der gesellschaftlichen Gleichheit zu ersetzen. Rousseaus Intention ist darauf gerichtet, dem Individium als Teil der Gemeinschaft eine echte neue politische Freiheit zu geben und es an allen Aktivitäten des Gemeinwillens mitwirken zu lassen. Dies sollte, nach der Meinung Rousseaus, in permanenter Aktivität und zu jeder Zeit erfolgen.


Begriff "Staat" für Rousseau

Rousseau unterscheidet zunächst zwischen den gesellschaftlichen Institutionen Staat und Familie. Ein Staat begründet sich auf freien Vereinbahrungen. Ein, von der Volksversammlung ermittelter volente generale (Gemeinwille) gilt als letzte Entscheidung über das Gemeinwohl. Der Staat erhält die Aufgabe, seine Staatsbürger zu Tugend in Übereinstimmung zum Gemeinwillen zu erziehen. Dadurch entsteht eine politische Pädagogik, die die natürliche Eigenliebe der Menschen in eine Liebe umwandelt, die dem Gesamtwillen der Gemeinschaft entspricht.


Der Gesellschaftsvertrag (contract sociale)

Der Gesellschaftsvertrag sollte durch die Menschen freiwillig eingegangen werden. Dieser Vertrag sichert den Menschen anstatt des Naturzustandes einen Zustand einer staatlichen Existenz. Indem die Menschen diesen Vertrag eingehen, begründen sie auch gleichzeitig den Staat als politischen Körper. Die Menschen verzichten auf ihr Naturrecht und auf die Selbstbehauptung, gewinnen aber die Wahrung ihrer Freiheit und ihres Eigentums durch den Staat. Der Verzicht und die Freiheit müssen so zusammenfallen, daß der neu gebildete politische Körper ein "Gemeinschafts-Ich" darstellt mit dem Ausdruck des Gesamtwillen des Ganzen. Jeder Mensch muß als Staatsbürger am Gesamtwillen teilhaben und seine Einzelinteressen und das Streben danach in den Hintergrund stellen. Das "Gemeinschafts-Ich" des politischen Körpers darf den Widerstand der Einzelinteressen durch Zwang brechen. Das heißt, man kann die Menschen zur Freiheit zwingen. Rousseau meint, die Effektivität des politischen Körpers ist dann am größten, je mehr der Einzelne auf die Mitwirkung aller anderen angewiesen ist. Ein nach diesem Prinzip zum Staatsbürger gewordener Mensch ist Untertan und Souverän in einer Person.



Gewaltenteilung bei Rousseau

Damit das Gemeinschafts-Ich alle Ziele und Maßnahmen verwirklichen kann, legt Rousseau Exekutive und Legislative in die Hände des Volkes. Eine Gewaltenteilung findet bei Rousseau nicht statt, weil der Wille unteilbar und undelegierbar ist. Rousseau räumt allerdings ein, daß es möglich ist, die Exekutive an einen Monarchen oder einen Magistrat zu übertragen. Eine Staatsform wie Demokratie kommt für Rousseau nicht in Frage, da dies eine Staatsform nur für Götter ist. Damit wird es möglich, daß Entschlüsse auch von Einzelnen oder von Minderheiten getroffen werden können. Rousseau lehnt darüber hinaus sämtliche repräsentative Organe und intermediäre Instanzen ab und damit verbunden wird eine Parteienbildung oder sonstige Gründung von politischen Vereinigungen ausgeschlossen.




Pädagogik

Im Sommer 1762 erschien Rousseaus pädagogisches Hauptwerk - „Emile oder über die Erziehung“. In diesem Werk beschreibt er die fiktive Erziehung eines Jungen. Die Erziehung beginnt im Kindesalter und endet mit der Heirat Émiles mit 25 Jahren. Der Zögling wird in seiner Kindheit von allen kulturellen Einflüssen abgeschottet.

Mit dieser Veröffentlichung tritt ein neuartiges pädagogisches Denken ins allgemeine Bewusstsein der Leserschaft, ein Erziehungsgedanke, der sich auf die Natur des Menschen, seine individuelle Erlebnisfähigkeit, seine Erfahrungen und Gefühle bezieht und nicht auf die Stände und ihre Traditionen. Zudem thematisiert Rousseau Kindheit und Jugend erstmals als Stadion des menschlichen Lebensweges mit eigenen Erlebnis- und Existensweisen. Ein neuer Typus pädagogischen Verstehens, das die Lebenssituation des Kindes, seine altersgemäßen Bedürfnisse und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen umfasst.

Der Roman löste einen europaweiten Skandal aus. In Paris wurde der Emile sogleich verboten und selbst in Genf wurde das Werk kurz danach auf den Index gesetzt und öffentlich verbrannt. Sein Autor war hier wie in Frankreich mit Verhaftung bedroht, der er nur durch rasche Flucht in die Schweiz entgehen konnte.

Es wurde ihm vorgeworfen, dass er sich mit seinem Buch gegen die Religion und Kirche versündige. Dagegen verteidigte sich Rousseau 1763 in dem ausführlichen und rhetorisch meisterhaften „Brief an Herrn von Beaumont“, den Erzbischof von Paris, der ihn 1762 öffentlich verurteilt hatte. Das blieb zunächst ohne Erfolg, auch in Genf galt er weiterhin als gefährlicher Denker, so dass Rousseau, tief enttäuscht, auf sein Bürgerrecht verzichtete.

Blickt man zunächst auf die Elemente der Konstruktion, die leitenden Begriffe und Ideen, dann stößt man unschwer auf seinen Begriff der Natur. Sie sorgt bei Rousseau im Widerstreit von Eigenliebe und Selbstliebe für die Dynamik des Aufwachsens und fundiert auch die Differenz von Mensch und Bürger. Letztlich unterscheidet Rousseau idealtypisch drei „Erzieher“, also die Natur, die Menschen und die Dinge, die in Harmonie zueinander zu bringen die wesentliche pädagogische Erwartung und Erfolgsbedingung ist. Rousseau setzt auf die Kindheit als Lebensphase eigenen Rechts und auf den Lebenslauf als den Prozess der moralischen Konstruktion des Menschen. Bezogen auf die Formtypik der Erziehung wird der paradoxe Begriff „negativer Erziehung“ bedeutsam, samt den ungewöhnlichen und unseren pädagogischen Alltagsverstand irritierenden Empfehlungen, dass es besser sei, nichts zu tun als irgendetwas zu tun, Zeit zu verlieren als zu gewinnen.

Wenn Rousseau dagegen in seinen Schriften über die Republik, ob in Genf oder für Polen, nicht über Erziehung in einer anderen Welt nachdenkt, dann konstruiert er keine emilischen Systeme fernab der Welt, sondern folgt dem Modell der platonischen Staatserziehung durch eine kontrolliert-kontrollierende Öffentlichkeit. Hier wie auch im Emile ist die Erziehung deshalb alles anders als ‚rousseauistisch’, wie man später eine zügellos-anarchische Erziehung fälschlich nannte; schon sein Freiheitsbegriff sieht das Kind als Objekt des Erziehers, ausgesetzt den Notwendigkeiten, die sein Lernen ordnen. „Wohlgeordnete Freiheit“ ist Rousseaus pädagogisches Weltmodell, nicht laisser-faire oder antiautoritäre Erziehung. Auch von einem unaufhebbaren Konflikt von Mensch und Bürger, die als disjunkte Wege der Orientierung legitime oder illegitime Erziehung trennen, wie es eine jüngere Lesart Rousseaus in Deutschland tradiert, ist Rousseau weit entfernt. Vergesellschaftung als Form und Chance der Individualisierung, das ist seine Herausforderung. Dafür eine angemessene Welt zu konstruieren, ist die pädagogische Aufgabe, und dabei die Natur des Kindes so wenig zu ignorieren wie die Möglichkeiten oder Hindernisse in der jeweiligen Gesellschaft.



Zitate Rousseaus
  • " Eine einzige offenkundige Lüge des Lehrers gegen seinen Zögling kann den ganze Ertrag der Erziehung zunichte machen." - Emile, Buch IV
  • "Man veredelt die Pflanzen durch die Zucht und die Menschen durch Erziehung." - Émile I (Original franz.: "n façonne les plantes par la culture, et les hommes par l’éducation."
  • "Bevor man beobachtet, muss man sich Regeln für seine Beobachtungen machen." - Émile V (Original franz.: "Avant d’observer, il faut se faire des règles pour ses observations."
  • "Die ersten Tränen der Kinder sind Bitten. Wenn man nicht Acht darauf gibt, so werden sie bald Befehle." - Émile


Quellen:

~ [http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Jacques_Rousseau; 11.12.2008, 16:00 Uhr]

~ [http://www.europa.clio-online.de/site/lang__en/ItemID__152/mid__11428/40208214/default.aspx#_ftn2; 11.12.2008, 16:12 Uhr]

~ [http://www.rousseau-theorie.de/; 11.12.2008, 16:20 Uhr]

~ [http://www.fbls.net/rousseaubiographieG.htm; 11.12.2008, 16:15 Uhr]

~ Buch: „Die bedeutendsten Pädagogen“ Stumpf, Hildegard; Matrix Verlag GmbH, Wiesbaden 2007



Bilder:

~ [http://www.leeds.ac.uk/library/adopt-a-book/pics/rousseau.jpg; 11.12.2008, 16:02 Uhr]

~ [[http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Jacques_Rousseau; 11.12.2008, 16:05 Uhr]

8.1.09 18:40
 


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